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Tipps-Ernährung

 

 

Kurze Einleitung

 

Die Ernährung von Vögeln in Gefangenschaft sollte so abwechslungsreich wie möglich gestaltet werden und vor allem morgens muss der Vogel Nahrung vorfinden, um seinen Energiebedarf nach der Nachtruhe decken zu können. Am besten deshalb schon abends die Näpfe säubern und frisch für das Frühstück füllen.

Trinkwasser sollte ständig zur Verfügung stehen. Es sollte sauber und frisch sein. An heißen Tagen erneuert es man mindestens zweimal täglich.

 

Körnerfutter

 

Als Grundnahrung bietet man eine Futtermischung aus Körner und Samen (bitte ohne Erdnüsse!) an. Es ist lebenswichtig, dass diese Körnermischung von bester Qualität ist! Sie wollte weder verdorben, noch verunreinigt sein. Schimmelbildung erkennt man deutlich, Fäulnis riecht. Ungeziefer (Mehlmotten, Getreidekäfer) verrät sich durch zusammengeklumpte Körner und spinnwebenfeinen Fäden, die die Mischung durchziehen. Sollte man eines dieser krankmachenden Merkmale erkennen, wirft man dieses Futter weg.

Auf die Zusammensetzung des Körnerfutters möchten wir nicht eingehen, da dieses artspezifisch zusammengestellt wird (z.B. Exotenfutter, Sittichfutter, Großsittichfutter, Diätfutter, Körnerfutter für Aras, Körnerfutter für Kakadus etc.pp).

Fragen Sie bitte hier den Züchter, was er für eine Körnermischung gereicht hat.

 

Obst

 

Da die Körnermischung alleine für eine vollwertige und gesunde Ernährung nicht ausreichend ist, sollte man als Vogelhalter auch täglich frisches Obst anbieten.
Obst hat zwar keinen so hohen Nährwertgehalt wie das Körnerfutter, es enthält aber viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Durch den hohen Wasseranteil und durch die Ballaststoffe fördert es auch die Verdauung.

Im Grunde kann man alles verfüttern, was der Obstmarkt hergibt und für den menschlichen Verzehr geeignet ist, so z.B. Äpfel, Ananas, Aprikose, Banane, Beeren aller Art, Birne, Kirsche, Kiwi, Kürbis, Mandarinen, Melone, Mango, Pfirsich, Pflaumen, Weintrauben usw. Sparsam sollten Sie mit Zitrusfrüchten sein.

Manchmal benötigen Vögel etwas Zeit, um sich an Obst - vor allem, wenn es ihnen unbekannt ist - zu gewöhnen. Bieten Sie es daher geduldig mehrfach an; oft probieren die Vögel irgendwann doch davon. Da nicht jede Obstsorte von allen Vögeln gleich gerne angenommen wird, heißt es auch hier „Probieren geht über Studieren“, um die Vorlieben Ihrer Tiere herauszufinden (unsere Erfahrung hat gezeigt, dass süße Äpfel und Karotten z.B. niemals verschmäht werden).

Wichtig ist, dass das Obst vor dem Verfüttern gut gewaschen wird, denn es könnte mit schädlichen Chemikalien gespritzt worden sein.
Achten Sie auch darauf, dass das Obst Raumtemperatur hat, da zu kaltes Futter Durchfall verursachen kann.

Kleiner Tipp:
Für Spaß bei Papageien sorgen Fruchtstücke, die man mittels einem rostfreien Edelstahl-Spieß im Käfig/in der Voliere anbringt oder die man auf einer Sitzstange aufspießt.

 

Gemüse

 

Als Gemüse kann man Paprika, junge Erbsen in der Schote, rohe oder auch gekochte Karotten, grüne Bohnen, klein geschnittene Zucchini oder Sellerie anbieten. Gurken, Maiskolben, Rote Beete, Petersilie, Salat, Spargel, Spinat, Tomaten und Radieschen sorgen ebenfalls für Abwechslung in der Futterschüssel.
Achten Sie bitte beim Gemüse darauf, dass dieses beim Verfüttern Raumtemperatur hat. Zu kaltes Futter kann Durchfall verursachen.

 

Wildkräuter, Zapfen und Beeren

 

Beeren der Eberesche, Sanddorn, Feuerdorn, Wacholder oder Hagebutte werden sehr gerne vernascht. Die ebenfalls heiß beliebte Vogelmiere gibt es fast das ganze Jahr über, Löwenzahn von April bis in den Herbst hinein.
Achten Sie bitte hier darauf, dass diese Leckereien nicht mit Pestiziden gespritzt worden sind und pflücken Sie diese auch nicht an einer viel befahrenen Straße, da die Schadstoffe aus den Abgasen für die Gesundheit der Tiere äußerst schädlich sind.

 

Leckerlis

 

Nahezu alle Vögel lieben Kolbenhirse, aber auch Haselnüsse, Pinienkerne, Walnüsse, Zirbelnüsse, Palmnüsse, hartgekochtes Eigelb, Hundekuchen, Vollkornkekse ohne Schokolade, Zwieback, Magerquark und milden Käse in kleinen Mengen, Rosinen, Alete- oder Hipp-Babygläschen sind unsere bevorzugten Leckerchen und bieten sich für Bestechungsversuche an.

Gerade das regelmäßige Verabreichen eines Löffelchen Hipp- oder Alete-Babybrei als Leckerchen macht sich bei einer evtl. Krankheit bezahlt: Muss man seinem Tier Medikamente, Vitamine oder Kalzium verabreichen, kann man dies sehr gut in dem Brei verstecken.

Ab und zu darf man übrigens auch ruhig mal ungesüßte Fruchtsäfte anbieten.

Was von Papageien und Sittiche auch gerne als kleine Nascherei angenommen wird, ist Trockenobst (z.B. Bananen-Chips oder getrocknete Feigen). Gerne kann man auch gekochte Kartoffeln, Nudeln oder gekochten Reis anbieten (alles selbstverständlich ungewürzt!)

 

Warnung: Folgendes gehört nicht in die Futterschüssel!

 

Fast alle Papageien lieben Erdnüsse. Leider sind diese sehr häufig mit Schimmelpilzen belastet. Wenn schon Erdnüsse verfüttert werden, dann sollte dies mit sehr viel Zurückhaltung erfolgen und sie müssten von der Qualität her für den menschlichen Verzehr zugelassen sein. Es empfiehlt sich z.B. der Kauf von ungesalzenen Erdnüssen, die man in der Süßwarenabteilung findet.

Keinesfalls sollte gesalzenes Futter, Essensreste, Salzstangen oder Chips in die Futterschüssel gelangen und Nutella oder Schokolade gehört ganz sicher nicht zu einer ausgewogenen, artgerechten Ernährung.

Kohl und rohe Kartoffeln gehören ebenfalls nicht auf den Speiseplan.

Noch nicht einmal zum Spaß bietet man Alkohol oder Kaffee an (das sollte aber eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein).

Avokados sind schon kleinen Mengen tödlich für Papageien und Sittiche.

 

 

 


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